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Koman-See: Natur im Wandel

Heute bewundern Besucher das kristallklare Wasser und die dramatische, fjordartige Landschaft des Koman-Sees, doch nur wenige wissen, dass dieses Naturwunder in Wahrheit ein Stausee mit einer faszinierenden Geschichte ist.

Der See entstand im Rahmen eines ehrgeizigen Wasserkraftprojekts, das den Drin und die gesamte Region verwandelte. Bemerkenswert ist, wie sich ein Infrastrukturprojekt zur Stromerzeugung zu einem der wichtigsten touristischen Aushängeschilder Albaniens entwickelt hat.

115m
Dammhöhe
133m
Dammlänge
34 km
Länge des Stausees
600 MW
Leistung
Die dramatische, fjordartige Landschaft des Koman-Sees mit Kalksteinklippen in Nordalbanien

Vom Staudamm zum Paradies

1970s

Planungsphase

Die albanische Regierung beginnt mit der Planung einer Reihe von Wasserkraftwerken am Drin, um den wachsenden Energiebedarf des Landes zu decken. Das Koman-Projekt wird als Teil einer größeren Kraftwerkskaskade konzipiert.

1978

Baubeginn

Der Bau des Wasserkraftwerks Koman beginnt und stellt wegen des gebirgigen Geländes enorme technische Herausforderungen dar. Tausende Arbeiter sind an dem ehrgeizigen Projekt beteiligt.

1985

Fertigstellung des Damms

Nach sieben Jahren Bauzeit ist der Koman-Damm fertiggestellt. Der Damm ist 115 Meter hoch und 133 Meter lang und staut einen See auf, der sich über 34 Kilometer flussaufwärts erstreckt.

1986

Beginn der Stromerzeugung

Das Wasserkraftwerk Koman nimmt den Betrieb mit einer Leistung von 600 MW auf und wird zu einer wichtigen Stromquelle für Albanien. Der Damm erzeugt jährlich rund 1,8 Milliarden kWh Strom.

1990s

Veränderungen der Umwelt

Im Laufe der Jahre entwickelt sich das überflutete Tal zu einem einzigartigen Ökosystem. Die steilen Kalksteinklippen rund um den Stausee bilden dramatische, fjordartige Landschaften, die zunehmend für ihre Schönheit geschätzt werden.

2000s

Entwicklung des Tourismus

Mit der Öffnung Albaniens für den Tourismus zieht der Koman-See die ersten Besucher an. Fährverbindungen entstehen, die Einheimische und Touristen durch die atemberaubende Seelandschaft bringen.

2010s

Internationale Anerkennung

Internationale Reisemagazine stellen den Koman-See als eines der verborgenen Juwelen Europas vor. Die Bootsfahrt gilt als eine der schönsten in ganz Europa.

Heute

Nachhaltiger Tourismus

Der Koman-See ist ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Tourismusentwicklung Albaniens. Spezielle Touren zum Shala River ermöglichen es Besuchern, unberührte Natur zu erleben und zugleich die lokalen Gemeinschaften zu unterstützen.

Bootsfahrt durch die Fjorde des Koman-Sees, verglichen mit den norwegischen Fjorden

Albaniens Antwort auf die norwegischen Fjorde

Das Besondere am Koman-See ist, wie sich ein Infrastrukturprojekt, das ursprünglich allein der Stromerzeugung dienen sollte, zu einem der wichtigsten touristischen Aushängeschilder Albaniens entwickelt hat.

Heute wird die Bootsfahrt über den Koman-See oft mit den Fjorden Norwegens oder dem Milford Sound in Neuseeland verglichen. Senkrechte Kalksteinklippen ragen dramatisch aus dem smaragdgrünen Wasser empor und bilden enge Durchfahrten und versteckte Buchten, in denen vielfältige Tierarten leben.

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